Die Kulturschule Leipzig zu Gast in Dietenhofen

Auch in Grundschulen werden viele Kinder mit Konflikten und Gewalt in unterschiedlichen Formen konfrontiert. Die Grundlagen der Gemeinschaft, des Zusammenlebens und Lernens werden durch verbale Grenzüberschreitung, Mobbing, Ausgrenzung, Auslachen, Wut, Aggressionen nicht nur zerstört, sie stellen auch den Lernerfolg in Frage.

Als Auftakt zu unserem Jahresthema: „Wir gegen Mobbing!“ gastierte am 13.11.2017 die Kulturschule Leipzig in der Grundschule Dietenhofen. Dieses Theater hat Stücke zu aktuellen Themen wie Mobbing im Programm, die speziell für Grundchüler bearbeitet wurden.

 

„Für immer Freunde“

Vor der 1. und 2. Jahrgangstufe wurde die Geschichte von vier Freunden erzählt, die erst wieder zueinander finden mussten. Kater Romeo, der Hahn Jacques und die Kuh Friederike sind schon immer die besten Freunde.

Heute wollten Romeo und Friederike eigentlich ausschlafen, aber Jacques will unbedingt etwas unternehmen. Er weckt die beiden und sie verabreden sich, zum See zu gehen.

Doch dann kommt Jacques etwas dazwischen und er lässt die beiden warten, ohne ihnen Bescheid zu sagen. Natürlich sind sie sehr enttäuscht  und fragen sich, ob Freunde so miteinander umgehen - wenn es wirkliche Freunde sind.

Sie entschließen sich, ohne den Hahn zu gehen und beachten ihn nicht mehr. Jacques weiß nicht, was er falsch gemacht hat, er ist sehr überzeugt von sich, deswegen kann er das Verhalten von Romeo und Friederike nicht verstehen. Als er endlich begreift, um was es geht und sich entschuldigen will, ist es fast zu spät...

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Nach dem Theaterstück tauschten sich die Schauspieler mit den Schülern noch über den Kindern bekannte Situationen aus der Pause oder ihrem Umfeld aus:

  • Wie reagiere ich, wenn ich von meinem Freund enttäuscht werde?
  • Wie fühlen sich die Kinder, die nicht mitmachen dürfen, die ausgegrenzt und ausgelacht werden?
  • Welche Erwartungen habe ich an meine Freunde?
  • Am Ende wurde klar: Einander besser verstehen lernen kann helfen, solche Konflikte zu vermeiden.

 

 

„Du bist okay!“

Die Kinder der Klassen 3 und 4 sahen das Theaterstück „Du bist okay!“

Ein neuer Schüler, Robbi; kommt nach dem Umzug der Eltern neu in die Klasse. Zunächst mit Begeisterung als neuer Freund und Mitschüler aufgenommen ändert sich nach einer Begebenheit das Verhalten einiger Schüler ihm gegenüber. Nach und nach wird er von der ganzen Klasse ausgegrenzt und peinlichen Situationen ausgesetzt, zu peinlich um sie zu Hause zu erzählen. Robbi, der begeistert war von der neuen Schule möchte schließlich gar nicht mehr hingehen und täuscht Bauchschmerzen vor. Schließlich vertraut er sich seiner Mutter an und sie besprechen die Situation. Gemeinsam mit der Klassenlehrerein und schließlich mit der ganzen Klasse gelingt es, den Konflikt zu lösen.

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Nach dem Stück überlegten Schüler und Schauspielern gemeinsam, was sie gegen Mobbing unternehmen können.

Die Kinder lernten, dass Mobbing nicht verwechselt werden darf mit kurzzeitigen Konflikten, Streitereien oder aggressiven Auseinandersetzungen.